Moderne Kommunikation und Öffentlichkeit: Wie verändern uns die neuen Medien?
Der virtuelle Lebensraum ist ein realer für Hunderttausende Menschen in Bayern mit Auswirkungen auf das Mediennutzungsverhalten, die Arbeitswelt, neuen möglichen Formen von Partizipation und Demokratie, Transparenz von Prozessen und Verwaltung, die Problematik von Urheberrechten und Überwachung und vielen weiteren Aspekten. Während Öffentlichkeit früher geprägt war von der Haltung des Konsumenten gegenüber den Massenmedien Fernsehen, Zeitungen/Zeitschriften und mit Abstrichen Radio, differenziert sich die Medienlandschaft heute stark aus. Einzelne Leitmedien bleiben prägend, darüber hinaus gibt es zahlreiche Nischen, die Vielfalt ermöglichen, aber eine einheitliche Kommunikation erschweren. Die Frage eines schnellen DSL-Zugangs ist heute auch eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit und gleichberechtigten Teilhabe.
Wie verändern sich die Rahmenbedingungen der Medienwelt und Öffentlichkeit in Bayern insbesondere im Hinblick auf die immer noch vorhandene Vielfalt an regionalen Zeitungen, TV- und Radiostationen?
Welche Potentiale bieten insbesondere die neuen Medien für vielfältige Ausdrucksformen/Kreativität, demokratische Prozesse, gleichberechtigten Wissenszugang und weiteren Möglichkeiten der Entfaltung einer Zivilgesellschaft?
Wo können wir ansetzen, um die Kompetenz im Umgang mit den Medien zu stärken?





Wir dürften uns einig sein, dass die neuen Medien fast unendliche Potentiale in sich tragen. Wir müssen diese noch mehr nutzen. Die Werkzeuge dafür sind alle vorhanden. Mir ist wichtig, dass wir unsere Inhalte, auch in der Entwicklung einer Position, noch mehr zur Diskussion stellen und vor allem transparenter machen. Diskussionen sollten z.B. nicht mehr in (geschlossenen) Mailingslisten, sondern auf andere Plattformen gehoben werden, um allen Mitgliedern das Verfolgen der Diskussionen und eine Teilhabe daran zu ermöglichen. Die Formulierung und nicht nur das Sammeln von Unterstützerinnen und Unterstützern von Anträgen zu LDK´s oder BDK´s kann meiner Meinung nach auch breiter aufgestellt werden. Insgesamt sollten wir – das Projekt “Mein Bayern” ist ein super Anfang – viel mehr einen Ansatz “bottom up” verfolgen. Dazu geben uns gerade die neuen Medien hervorragende Möglichkeiten. Wichtig ist dabei auch, dass wir uns eine offene Fehlerkultur zugestehen und eine Kultur der Lernens entwickeln. Unsere Kompetenzen in der Netzpolitik sind groß und wir brauchen uns damit vor den “Piraten” nicht zu verstecken. Nur müssen wir dies einfach noch mehr nach Außen deutlich machen. Es wäre toll, wenn wir die grüne Diskussionskultur von LDK´s und BDK´s auch in den virtuellen Raum bringen könnten und möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen. Damit werden letztlich auch demokratische Prozesse unterstützt und ein Beitrag zu einer vielfältigen Zivilkultur geleistet. Grünweit gibt es dazu schon tolle Ansätze, die es zu bündeln und bekanntzumachen gilt. Ich freu mich sehr drauf, jetzt und hier loszulegen…
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von GRÜNE Bayern und thE iNviNciblE, Christian Hoebusch erwähnt. Christian Hoebusch sagte: new post auf #meinbayern #grüne http://bit.ly/OCDrb [...]
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Super!!!
das ist ein guter Ansatz,er wird sicherlich dazu führen das das Stadt-Land bzw. Provinz-Metropolen-Gefälle zugunsten einer besseren Information und mehr Teilhabe verbessert wird.
. ein weiteres Problem ist, dass Diskussionsgeschwindigkeit und -dichte zunehmen. Der Diskussions- und Informationsgap – und das ist schon bei grünen Sitzungen vor ort zu spüren ist zwischen denen die in facbook oder blogs sind und den Grünen, die nur zu den sitzungen kommen. Und das alles sind schon die AKTIVEN und kontinuierlichen Grünen: auch das ist schwierig weil die ‘schnellen alles nochmal wiederholen (müssen) etc. etc.
Ich denke auch, dass wir bei den bayerischen Grünen denselben schwierigen Spagat schaffen müssen, den ich an andere Stelle für die IN-Grünen beschreiben habe:
die Teilhabe an solchen Prozessen im web ist einmal von der technischen Ausstattung abhängig (auch eine Frage des Geldes) aber auch davon, dass viele unserer Grünen (Mandatsträger vor Ort) nicht über Internet kommunizieren wollen. da ist ein e-mail-Ausstausch schon das höchste der gefühle.wir werden also sicher über parallel-strukturen nachdenken müssen, die nicht ausschließen, sondern ermöglichen. ich habe dafür schon unsere facebook oder forumsdialoge kopiert und an diese gruppe per mail verschickt
damit müssen wir umgehen: weder die ‘schnellen noch die ‘langsamen dürfen uns verlorengehen. unser Mittel ist dafür zunächst, alle diese diskussionen wenigstens auf der (neuen) ingolstädter Homepage zusammenzuführen, das halte ich für immens wichtig!
OK. Zur Beruhigung: die Kluft wird sich aber verringern, denn der Druck, sich kommunikationstechnisch fitt zu machen, ist überall vorhanden in der gesellschaft und wird alle erfassen. Nur: wenn wir als Partei hinterherhinken, ist es ja lächerlich, wenn doch Parteien – wie gerade die Grünen – einen Anspruch und eine Pflicht auf die Gestaltung der Zukunft haben. Vor allem die Grünen, die Vernetzung schon immer große auf ihrer Fahne trugen.
[...] – Internetkommunikation: auch wenn das Thema Hochkonjunktur hat und jeder sich als Experte fühlt, in diesem Bereich arbeite ich seit 1996 sehr intensiv, sowohl mit Schülern und Studenten, als auch mit Kollegen aus der Wissenschaft. 2001 habe ich zum Beispiel ein Projekt durchgeführt, bei dem ich mich von einer Community durch New York führen ließ. Das war lustig und damals sehr innovativ. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mit Mitarbeitern das Modul „Internet- und Projektkompetenz“ ins Leben gerufen, das heute von Michael Kratky erfolgreich weitergeführt wird. Vor anderthalb Jahren wurde ich von Steffen Büffel als Experte zum ersten Educamp eingeladen und das hat meine Arbeit seit diesem Zeitpunkt stark geprägt, insbesondere durch meine Bekanntschaft mit Christian Spannagel, Alexander Rausch, Lutz Berger und Michael Wald. Seit einem Jahr versuche ich die Ingolstädter Grünen in diese Richtung zu beeinflussen, in der letzten Zeit mit besonderem Erfolg. [...]
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Ich hab neulich auf der KV-Monatsversammlung mal versucht, das Thema “Zeitnahe Kommunikation via Internet” auf die Tagesordnung zu bringen und habe u.a. meine Erfahrungen mit Facebook in den letzten Monaten beschrieben. Habe gesagt, dass es mir eigentlich überhaupt nicht genügt, auf gelegentlichen Treffen der verschiedenen Organisationsebenen in Austausch zu treten, sondern dass ich mir wünschen würde, so permanent, wie es die heutige Technik erlaubt, in Kontakt und Austausch zu sein. Dass ich nicht gerne bis zur nächsten Sitzung oder bis zum nächsten Newsletter warten möchte, um zu erfahren, was KollegInnen und MandatsträgerInnen zu wichtigen Themen meinen – und um ihnen mitzuteilen, was ich selbst dazu denke.
Es war nicht leicht, mich überhaupt verständlich zu machen. Wer den ständigen Umgang mit den modernen Kommunikationsmitteln nicht gewohnt ist und schon mit dem alltäglichen E-Mail-Verkehr an die Grenze seiner Geduld kommt, tut sich schwer, sich noch mehr Kommunikation vorzustellen. Das ist z.T. eine Generationenfrage, aber auch z.B. eine Frage der persönlichen Arbeitssituation, der Verfügbarkeit von Technik usw., aber für viele auch eine Frage des persönlichen Stils. Und manche, bei denen ich mich gefreut hatte, sie auf Facebook zu treffen, weil ich dachte, nun könnten wir miteinander über grüne Politik reden, sehe ich nun immer nur Spiele machen…
Wie aber die “Kommunikation der zwei Geschwindigkeiten” in der Praxis aussehen könnte, die dir, Petra Kleine, vorzuschweben scheint, bin ich noch ziemlich ratlos. Es gab zwar immer schon diejenigen, die näher an den Entscheidungsprozessen waren, als andere, aber das war das klassische Hierarchie-Muster. Nun entsteht womöglich eine dies überlagernde Ordnung, die von dem Grad der Affinität zu den neuen Kommunikationsformen gerägt ist. Das wird spannend. Zumal in einer Partei, die ja auch ein starkes technikkritisches Element in ihrer Tradition hat. Twitter und Slowfood wie Laptop und Lederhosen?
Da hat er mich erwischt , der Wolfgang. Ich werde mich bessern. Außerdem muss ich die mal ein Kompliment machen fuer deine beitraege. Gruesse Sebastian
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Ich glaube wir müssen uns auch etwas fragen, wo wir hinwollen? Den Computer 24h am Tag laufen zu lassen, um an die Infos ranzukommen und wer nicht bei den neuen sozialen Netzwerken dabei ist, isoliert sich. Ich glaube wir müssen versuchen auch Tranzparenz zu schaffen, ohne dass man sich bei allen Sachen einloggen muss. facebook, twitter, studivz gibt es nicht nur zum Selbstzweck der Kommunkation, sondern dahinter stecken ja auch Unternehmen, die Geld verdienen wollen. Wer seine Daten und Freundesnetzwerke nicht an die Unternehmen “verkaufen” will, muss auch noch eine Möglichkeit bekommen, wie er/sie trotzdem partizipieren kann. Ich glaube wir müssen das grundsätzlicher diskutieren und auch die Gefahren sehen. Für den GRÜNEN Austausch könnte das WURZELWERK die Lösung sein…aber natürlich können bei den sozialen Netzwerken die Infos und Diskussionen breiter gestreut werden.
Was am Wurzelwerk (außer dem kreuzbiederen Namen) stört, ist, dass es auf Grünen-Themen beschränkt ist. Ich kommuniziere aber nicht nur in diesem einen Zusammenhang. Wollte ich für jeden Interessenbereich eine eigene Community aufsuchen, wäre in der Tat der Tag nicht lang genug. – Über die “Datenkraken” im Internet muß man immer wieder sorgfältig reden und überlegen, wie weit man sich ihnen ausliefert. Das größte Datenloch sind dabei aber gar nicht die Communities, sondern Cookies, Werbeeinblendungen und das mit ihnen verbundene Tracking, also die Nachverfolgung des Weges, den jemand durchs Internet nimmt. Das kann man ziemlich einfach unterbinden.
Neulich im Gespräch mit einer Besuchergruppe aus Bayern, fragte mich einer der Gäste, was für eine Rolle die Neuen Medien in meinem Alltag spielten. Ich sagte, dass sie eine gute Ergänzung zu den klassischen politischen Kommunikationsmitteln seien, wie zum Beispiel Tagespresse, Radio, Fernsehen und natürlich der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern z.B. über Gespräche auf Veranstaltungen und an Infoständen. Er war ganz entsetzt und meinte, dass sei zu wenig. Ich sollte die Möglichkeiten, die das Internet bietet, nicht als Ergänzung sondern als Ersatz sehen. Darüber war allerdings ich entsetzt! Ich sollte keine persönlichen Gespräche mehr führen, sondern nur noch twittern, facebooken und bloggen? Wo blieben dann die Emotionen, die man im persönlichen Kontakt eben auch vermittelt? War ich mit meinen 38 Jahren schon so alt, dass ich meine Kaffeekränzchen verteidigte? Ja, das Internet schafft gerade für uns eine ungemeine Chance unsere Ideen zu verbreiten. Unsere Mitglieder und Anhänger sind seht internetaffin. Endlich nicht mehr auf Journalisten angewiesen sein, die sich gerade in Bayern mancherorts immer noch schwer tun mit uns. Aber gibt es da nicht auch eine Schattenseite? Haben denn überhaupt alle unbegrenzten Zugang? Gibt es nicht den Ansatz, dass gerade meine persönlichen Daten, die ich in der Offline-Welt als privat verteidige, unfreiwillig im Internet auf immer und ewig online geraten könnten? Wie kann ich mich dagegen wehren? In unserem Gespräch entstanden Fragen über Fragen. Antworten habe ich keine, umso mehr freue ich mich auf die Diskussion. Mein Gesprächspartner verabschiedete sich von mir übrigens mit den Worten: „Es war schön sie persönlich mal kennengelernt und erlebt zu haben. Sie sind ja gar nicht so, wie man sich Politiker oft vorstellt!“ Die reale Welt lässt sich eben nicht ersetzen, aber immerhin gut und sinnvoll ergänzen?
Nicht nur angesichts der Piraten ist das Thema “Neue Medien” ganz oben auf der Tagesordnung. Die Informationsvielfalt und direkte Kommunikation mit viel Menschen (übrigens: nicht ganz unabhängig vom Wohnort, da viele Menschen eben noch nicht über die Anbindung an ein schnelles Internet verfügen), die Möglichkeit der schnellen Information wirklich ohne Grenzen (nur die Zeitverschiebung und oft auch die Sprache macht es schwierig)hat unser Leben verändert -und dabei nicht vergessen: auch die Verfügbarkeit von mobilen Telefonen. Aber sie drohen auch, die Gesellschaft zu spalten: in die, die dabei sind und eine nicht vernachlässigbare große Zahl von Menschen, die aussen vor sind (vorwiegend Ältere). Das einfach wegzuwischen mit der Bemerkung: die sterben eh’ bald aus, erscheint mir zynisch und deshalb falsch. Und dann kommt der ganze Bereich: wie entwickeln sich Persönlichkeiten in der digitalen Welt – wie entwickelt sich persönlicher Kontakt und Emotionalität. Ekin hat das in Ihrem Kommentar angesprochen. Braucht der für Lösungen von Konflikten unabdingbare Kompromiss die Emotion, den persönlichen Kontakt? Und für uns als eine poltische Partei: welches sind die Handlungsnotwendigkeiten? Ist es nur die Datenkontrolle und -sicherheit? Da gibt es viele Spannende Themen – ich freue mich auf die Diskussion auf der LDK.
@Ekin und Thomas: Es wird natürlich nie einen Ersatz für die unmittelbare persönliche Begegnung und den daraus erwachsenden “Zauber” der zwischenmenschlichen Berührung geben. Und das ist gut so.
Aber die neuen Kommunikationsmöglichkeiten eröffnen uns darüber hinaus eben neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Willensbildung und Kommunikation, die es unbedingt und aktiv gestaltend zu nutzen gilt. Und dabei müssen wir alle Teile unserer Gesellschaft mitnehmen, insbesondere auch die “digital immmigrants”. Nach der ARD-ZDF-Onlinestudie nutzen in der Altersgruppe von 50-59 Jahren jedoch bereits schon 67,4% gelegentlich das Internet (bei <50 Jahre kein Wert unter 80%). Erst darüber (60+) sieht es mit 27,1% anders aus. Ich erlebe aber auch immer häufiger, dass gerade nicht mehr berufstätige Menschen beginnen, sich intensiv mit dem Internet und seinen Möglichkeiten, natürlich in einem anderen Tempo, auseinanderzusetzen. Auch gibt es bereits zahlreiche Initiativen, um gerade die älteren Jahrgänge an der Entwicklung der Internetnutzung teilhaben zu lassen und damit den ungeheuren Wissens- und Erfahrungsschatz dieser Menschen zu erhalten. Jena-Pol Martin macht z.B. bei uns in Ingolstadt spezielle Seminare für Senioren, in denen die Erstellung eines eigenen Blog vorgestellt wird. Und dieses Angbot kommt sehr gut an.
Ich freue mich am Wochenende auf den Beginn eines ganz spannenden Weges…
Hier in den Kommentaren, wie auch im Workshop mit Ekin, fällt mir eine Sache immer wieder auf: Es gibt unglaublich viele Fragen (Wie sollen wir als Grüne das Internet nutzen? Wie sorgen wir dafür dass niemand abgehängt wird? Wie schaffen wir eine bessere Vernetzung ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren?) aber leider nur wenig Antworten. Wie wir Grüne allerdings mit den s. g. “Neuen Medien” umgehen wird bei den nächsten Wahlen eine große Rolle spielen! Nicht nur wie wir zu bestimmten Themen Position beziehen (z. B. Vorratsdatenspeicherung) sondern auch wo wir die Potenziale des Internets sehen und wie wir sie nutzen. Deshalb möchte ich auch hier nochmal die Bildung eines LAK Netzpolitik/Neue Medien anregen. Was meint ihr dazu?
Guter Artikel in der SZ “Digitale Gesellschaft – der Krieg um das Internet”, der die Dringlichkeit einer politischen Debatte ums Internet und die digitalen Welten beschreibt und Kernforderungen aufstellt.
http://www.sueddeutsche.de/computer/45/498340/text/
Liebe Leute,
ich habe vor ein paar Tagen versucht, einen Diskussionsprozess innerhalb des LAK Verkehr – Planen – Bauen anzustoßen, doch irgendwie verbesserte Kommunikations- und Informationsstrukturen aufzubauen und zu nutzen.
Bei den gelegentlichen Treffs kommt für mich persönlich einfach zu wenig rüber, Email-Anhänge in den Rundmails kommen als Word.doc-Dateien, es gibt keine zentrale Ablage vom in den Jahren angesammelten verschriftlichten Wissen, und Kommunikationsstrukturen laufen eher hierarchisch bei überlasteten Mandats- und Funktionsträgern zusammen.
(selbes trifft 1:1 auch auf den KV zu)
Ich erhielt daraufhin sogar eine positive Rückmeldungen und stehe im Austausch mit dem Sprecher.
Die Distanz zu meinen Vorschlägen ist aber schon bemerkbar.
Zumindest kamen keine Jubelschreie.
Ich verfechte z.B. eine konsequente Nutzung des letzten Jahres eingeführten WURZELWERKs, dem grünen “Facebook” (naja, kann man nicht gerade behaupten).
Im weiteren Verlauf wurde ich auf den “Mein Bayern” Prozess hingewiesen, der bis dato zu meiner oder wessen sonst Schande komplett an mir vorbeigegangen war.
Da doch dieser Prozess gestartet wurde, solle mit dem Wurzelwerk keine Gegenstruktur aufgebaut werden, hieß es.
Habe ich da etwas verpasst oder falsch verstanden?
Ich sehe hier lediglich einen Blog, wo man nach ellenlangem Gescrolle auch mal seinen Senf abgeben kann.
Demnächst soll ich auf einem Treffen einen Vergleich zwischen dem “Mein Bayern”-Prozess und dem WURZELWERK anstellen, und es den Mitglieder erklären.
Aber was gibt es hier eigentlich zu vergleichen?
Da ich befürchte, dass fast niemand bisher überhaupt weiss, was das WURZELWERK ist (das dümpelt recht armselig vor sich hin, und ist benutzungstechnisch auch noch ziemlich “beta”), wird hier hier wahrscheinlich niemand bei diesem Vergleich von Äpfeln und Birnen beistehen können.
Wenn aber doch jemandem was dazu einfällt, bitte immer zu!
Gruß
Bernd
(an Euren Webdesigner: die Schrift könnte etwas leserlicher sein. Zu grosse Buchstaben bzw. zu geringer Zeilenabstand. Hart die Zeile nicht zu verlieren, deshalb meine vielen Absätze.
Und die Type ist zwar schick und typisch grün. Ein etwas “konservativerer” Webfont hätte es aber auch getan)
Lieber Bernd,
danke für Deine ausführliche Einschätzung. Mit dem Wurzelwerk hat der “Mein Bayern”-Prozess direkt erst einmal nichts zu tun. “Mein Bayern” soll ein Beteiligungsprozess sein, in welchem die bayerischen Grünen sich den drängenden Fragen unserer Zeit annehmen und diese auf Bayern und auf vor Ort runter brechen. Dafür wollen wir die verschiedenen Ebenen und eben auch die LAKs einbinden.
Das Wurzelwerk könnte ein Instrument sein, wie wir den Prozess voranbringen. Wie Du aber richtig angemerkt hast, ist das “grüne Facebook” noch nicht wirklich ausgreift. Es gibt aber einige wenige engagierte Grüne in Bayern, die sich die “Rettung des Wurzelwerks” zum Ziel gemacht haben. Derzeit soll in der Gruppe “Grüne Bayern” diskutiert werden, wie wir das Wurzelwerk mehr beleben können. Vielleicht magst Du Doch dort ja einbringen: https://wurzelwerk.gruene.de/group/grune-bayern/forum/-/message_boards/message/1072161
Ans Herz legen würde ich Dir gerne den LAK-Strukturtag, zu dem alle LAK-Interessierte eingeladen sind. Er findet am 24.4. in Nürnberg statt und wird sich mit vielerlei Deiner Frage beschäftigen. Die konkrete Einladung wird über die LAK-Verteiler erfolgen und wird dann auch hier im Blog zu finden sein.
Hoffe, das hilft Dir weiter.
Schönen Gruß,
Fabian
PS Wegen der Schrift des Blogs werde ich mal schauen, was sich machen lässt. Danke für den Hinweis.