Grundlage des Wohlstands – Warum nachhaltiges Wachstum alternativlos ist

Der Workshop “Nicht ohne die Großen” war auf unserem Zukunftskongress in Fürth zweimal komplett ausgebucht. Nicola Brüning, Leiterin der Konzernrepräsentanz Berlin der BMW Group, hielt nicht mit kontroversen Thesen hinter dem Berg. In ihrem Input stellte sie die These auf, dass nachhaltiges Wachstum als Grundlage für unseren Wohlstand alternativlos ist. Ihre Präsentation hat sie uns dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Grundlage des Wohlstands – Warum nachhaltiges Wachstum alternativlos ist (pdf, ca. 0,5 MB)

Das Mega City Vehicle von BMW - wirklich nachhaltiges Wachstum?

Dieser Beitrag wurde unter Wachstum veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten auf Grundlage des Wohlstands – Warum nachhaltiges Wachstum alternativlos ist

  1. Die Grundlogik dieser Argumentation ist: Wir brauchen Wachstum, weil wir Arbeitssplätze brauchen. Aber Arbeit ist ja kein Selbstzweck. Was wir brauchen, sind die Güter und Dienstleistungen, die uns ein lebenswertes Leben sichern. Die müssen hergestellt und gerecht verteilt werden. Und davon brauchen wir umso weniger, je mehr wir uns auf das besinnen, was das Leben wirklich lebenswert macht. Zum Beispiel: einfach Zeit zu haben.

    Der eigentliche Wachstumszwang entsteht durch die Art, wie wir Geld handhaben. Ein leichter Einstieg in eine komplexe Materie: http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ

  2. Angelika Heimerl sagt:

    Die Argumentation, Wirtschaftswachstum ist weiterhin notwendig, damit Arbeitsplätze geschaffen werden können, erscheint mir aus volkswirtschaftlicher Sicht unrealistisch:
    Um neue Arbeit durch Wachstum zu schaffen, müsste die Wirtschaft stärker wachsen als die Produktivität, die derzeit bei ca. 2-3% liegt. Ein dauerhaftes Wachstum von mehr als 2% ist in den meisten europäischen Ländern nicht mehr zu erreichen. Trotz aller Anstrengungen, “das Wachstum anzukurbeln” haben die Wachstumsraten in der Bundesrepublik prozentual in den letzten Jahrzehnten abgenommen von im Durchschnitt 2,6% in den 80er Jahren, 1,7% in den 90er Jahren und 1,5% von 1998-2008 (Quelle: Statistisches Bundesamt, BIP 2009 für Deutschland). Das Wachstum weist einen linearen Verlauf auf. Dies überrascht auch nicht, da das BIP in allen entwickelten Volkswirtschaften bereits sehr hoch ist. Das BIP von Deutschland (2400 Mrd. in 2009) müßte sich in einem Zeitraum von 35 Jahren verdoppeln, was 2% Wachstum bedeutet. Und selbst dann ist nicht gesagt, dass wir Vollbeschäftigung haben werden. In den letzten 30 Jahren war dies jedenfalls nie der Fall…
    Die Lösung um Arbeitsplätze zu schaffen, liegen m. E. eher in einer Umverteilung von Arbeit (neue Arbeitszeitmodelle, Teilzeit etc.) sowie in einer steuerlichen Umverteilung, die Energie teurer macht und den Faktor Arbeit niedriger besteuert, als das bislang der Fall ist.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>