Workshop: Projekt 2t – Klimaneutrale Ergebnisse

Nach und nach dokumentieren unsere Moderatorinnen und Moderatoren der Workshops des Zukunftskongresses “Wachstum” die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppen.

Referent: Richard Mergner (Bund Naturschutz)

Moderator: Fabian Lieke

Workshopphase 1:

Nach Einleitung, Vorstellung gab es ein kurzes Input-Referat des Referenten: Hier war die Kernaussage, dass es einen Wert gibt an CO2-Emissionen, den jeder Mensch verbrauchen darf, ohne das es große Auswirkungen am Klima gibt. Dieser wurde bei 2 tonnen berechnet (tatsählicher Verbrauch aber in Europa 10t, in den USA 20t).

Problem hierbei: Wir verbrauchen allein mit einer normalen Ernährung weit mehr als 2t, es wird dieses Ziel also nicht ohne beträchtliche Veränderungen erreicht werden können.

Wichtig ist, das klimaschutz vor allem als Frage der Globalen Gerechtigkeit begriffen wird.

Anschließend: Diskussion in Gruppen, danach in der Gesamten Gruppe.

Hier wurde die Diskussion aufgeworfen, ob wir ein Ziel wie das der 2t durch einen Lebensstilwandel und die Schaffung von guten Vorbildern schaffen können – oder ob es gesetzliche Regelungen und Sanktionen braucht.

Das Hauptergebnis der ersten Phase war, dass es zwar wichtig ist, auf Wandel und Vorbilder zu setzten. Aber: Alles was einem (beispielsweise) 2t Ziel radikal widerspricht, auch sanktioniert werden darf/muss, da es Gerechtigkeitsgrundsätzen widerspricht. Denn mit Verzicht und Freiwilligkeit alleine können wir die angestrebten Ziele gesamtgesellschaftlich nicht erfüllen.

Workshopphase 2:

In der 2. Phase ging es in erster Linie darum, Maßnahmen zu finden, die bereits jetzt umgesetzt werden können und Wege zur Realisierung von kommenden Maßnahmen aufzuzeigen.

Hier gab es in der Diskussion nach dem erneuten Vortrag des Referenten einige konkrete Maßnahmen, vor allem auf kommunaler Ebene: z.B. in der Gebäudesanierung, Bürgersolaranlagen, Bildung von lokalen Netztwerken und weiteres. Allein die Fülle der Möglichkeiten und erfolreiche Beispiele aus der Kommunalpolitik zeigen, dass hier mit dem Richtigen Willen und Wissen viel erreicht werden kann.

Auf nationaler Ebene sind hier auch Toprunnergesetztgebung, die ökologische Steuerreform und das Bestreben „Weg vom Öl“ zu nennen.

Im gesellschaftlichen bereich muss auf mehr Bewusstsein gesetzt werden: Eine umfassende Umweltbildung (in Schulen z.B.), aber auch mehr Transparenz bei Produkten und im eigenen Lebensstil wären wünschenswert. Entschleunigung muss angestrebt werden und Möglichkeiten zu einem alternativem Lebensstil.

Als Zusammenfassung kann das Projekt 2t als „Entschlackung für die Gerechtigkeit“ gesehen werden – ein sinnvolles Fallenlassen überflüssiger Emissionen für eine gerechtere Welt.

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