In seinem Blog hat der Landesvorsitzende Dieter Janecek bereits den Email-Wechsel zwischen ihm und der politischen Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, zu Offenheit und Transparenz in der Politik thematisiert. Nun greift der Digitalblog von Süddeutsche.de die Diskussion auf und berichtet davon.
Janecek ist zwar mit Mitte 30 kein Alt-68er, aber er gehört zumindestens einer etablierten Partei an, die von den Idealen der 68er geprägt ist – und verspürt, obwohl selbst bloggend und twitternd im Netz unterwegs, ein ziemliches Unbehagen, was die Forderung nach einem transparenten Politiker angeht. Für ihn ist sie sogar “anti-freiheitlich”: “Wenn ich keine Grenzen dafür setze, was ich wann von mir preisgebe sondern sogar proklamiere, dass mein ganzes Ich zu jeder Zeit für jedermann quasi verfügbar und somit nutzbar ist, wird die Twitter Timeline nicht zur Informationsquelle sondern zum Gefängnis der zwanghaften Selbstentblößung mit der Verpflichtung zur immerwährenden Kommunikation im ewigen Datennirvana.”
Ausgangspunkt für den Email-Austausch war eine spontane Twitter-Vereinbarung ausgelöst durch den Artikel “Transparent ist nur das Tote” auf ZEIT online.
